Nach der Besetzung ist vor der Besetzung -Veranstaltung der Jugendoffensive gegen S21

29. Juli 2010

Liebe S21 Gegnerinnen und Gegner,

am Montag wurde der Nordflügel des Hauptbahnhofs erfolgreich für fünf Stunden besetzt, um gegen den geplanten Abriss dieses Teils des Bahnhofs zu protestieren. Ausgehend von der Montagsdemonstration, an der 5.000 Protestierende teilnahmen, wurde Ankündigung wahr gemacht – Bei Abriss: Aufstand!

Die Aktion erfuhr von der überwältigenden Mehrheit der GegendemonstrantInnen volle Solidarität, über 500 von ihnen harrten für Stunden im strömenden Regen vor dem Bahnhofsgebäude aus und ließen sich selbst nach der dritten Aufforderung von der Polizei nicht räumen. Gemeinsam sangen und riefen sie Slogans und Sprüche mit den BesetzerInnen des Gebäudes. Angesichts dieser Bewegung, in der GegnerInnen aus der gesamten Bevölkerung zusammen Widerstand gegen das Prestigeprojekt Stuttgart 21 leisten, war selbst die Polizei für Stunden machtlos, den Protest zu beenden.

Der Kampf gegen S21 geht weiter!

Nach der Besetzung ist vor der Besetzung. Dieser eindrucksvolle Protest gegen das Milliardenprojekt, das nur der Mafia der Immobilienhaie und ihren politischen Vertretern zugute kommt und auf Kosten der Mehrheit der Bevölkerung errichtet werden soll, muss weiter geführt werden. Es kommt jetzt darauf an, den Widerstand nicht abreißen zu lassen und mehr Menschen in Protestaktionen einzubinden, um den Druck zu erhöhen.

Gerade jetzt ist es notwendig, offensiv den Widerstand der Jugendlichen zu organisieren. Vor allem Jugendliche leiden am meisten unter der Arbeitslosigkeit und Perspektivlosigkeit, die durch die kapitalistische Krise verursacht werden. Wir dürfen nicht dulden, dass die Reichen ihre Projekte für Milliarden ungehindert durchsetzen, während an der Bildung, Gesundheitsversorgung und sozialen Einrichtungen gestrichen wird, um das zu finanzieren.

Klar ist, dass wir nicht aufgeben werden und Stuttgart 21 und den Abriss des Nordflügels verhindern werden. Nach diesem Höhepunkt am Montag und die am Dienstag veröffentliche Kostenexplosion der ICE Neubaustrecke zwischen Wendlingen und Ulm als teil von S21, zeigt sich, dass das letzte Wort noch nicht gesprochen ist.

Deshalb brauchen wir eine Jugendoffensive, um den Widerstand zu organisieren und weiter voran zu bringen.

Kommt zu unserer Veranstaltung
Am Freitag, 30. Juli um 19 Uhr
Im Falkenbüro, Wagenburgstraße 77 Stuttgart Ost, Haltestelle Ostportal (Bus 40)

Es gibt von unseren Aktivistinnen und Aktivisten, die sich an der Besetzung beteiligt haben, einen Rückbericht. Im Anschluss wollen wir gemeinsam unsere nächsten Schritte planen. So werden wir unseren Jugendblock für die nächste Montagsdemo organisieren und uns absprechen wie wir die Dauermahnwache am HBF unterstützen können, um letztendlich das Wahnsinnsprojekt zu Fall zu bringen.

Kommt zahlreich und werdet mit uns aktiv!

Mit solidarischen grüßen

Jugendoffensive gegen Stuttgart 21